Rabattschutz und Rabattretter – Was ist der Unterschied?

Rabattretter bei der Kfz-VersicherungNeben dem Rabattschutz gibt es bei der Kfz-Versicherung auch noch den Rabattretter. Das klingt im ersten Moment sehr ähnlich, doch es gibt einige nicht unerhebliche Unterschiede zwischen den beiden Varianten. Nachfolgend erklären wir deshalb ganz ausführlich, was der Unterschied zwischen Rabattschutz und Rabattretter ist.

Wie funktioniert der Rabattschutz?

Nach einem Schadensfall wird normalerweise die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten im Folgejahr zurückgestuft. Durch den Rabattschutz lässt sich die Rückstufung verhindern. Wenn der Versicherte seiner Kfz-Versicherung einen Schaden gemeldet hat und über einen Rabattschutz verfügt, verzichtet die Versicherung darauf, die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten zurückzustufen. Der Versicherte hat dank des Rabattschutzes also praktisch einen Schaden pro Jahr frei, ohne dass sich daraus negative Konsequenzen für den Schadenfreiheitsrabatt ergeben. Bei einigen Versicherungsgesellschaften hat der Versicherte nicht nur einen Schaden pro Jahr frei, sondern sogar zwei oder mehr. Das ist aber eher die Ausnahme.

Außerdem ist es bei einigen Versicherungsgesellschaften nicht nur so, dass der Rabattschutz eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse verhindert, sondern auch dafür sorgt, dass der Versicherte im nachfolgenden Jahr eine Schadenfreiheitsklasse aufsteigen kann. Ganz genauso wie nach einem unfallfreien Jahr. Bei den meisten Versicherungsgesellschaften wird der Rabattschutz ab SF-Klasse 4 angeboten. Eine abweichende Regelung gilt aber bei der R+V Versicherung. Dort wird der Schutz erst ab SF-Klasse 10 angeboten.

Wie funktioniert der Rabattretter?

Im Unterschied zum Rabattschutz kann der Rabattretter eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse im Schadensfall nicht verhindern. Nach einer Schadensmeldung wird die Schadensfreiheitsklasse des Versicherten trotzdem im Folgejahr zurückgestuft. Der Rabattretter sorgt aber immerhin dafür, dass nach einer Schadensmeldung sich die Prozente und somit die Versicherungsprämie für den Versicherten nicht ändern. Die SF-Klasse wird als trotz Rabattretter zurückgestuft, aber zumindest muss der Versicherungsnehmer dann nicht mehr Geld für die Kfz-Versicherung bezahlen. Von dem Rabattretter kann der Versicherte zumeist erst Gebrauch machen, wenn er SF-Klasse 25 oder höher erreicht hat.

Was kosten Rabattschutz und Rabattretter?

Den Rabattschutz bekommt der Versicherte leider nicht zum Nulltarif. Der Rabattschutz ist eine kostenpflichtige Zusatzleistung der Kfz-Versicherung. Wenn der Versicherte diesen Schutz haben will, muss aber dafür immer einen Aufpreis zahlen. Dieser Aufpreis fällt je nach Versicherungsgesellschaft unterschiedlich hoch aus. Bevor Sie sich für oder gegen diese Vertragsoption entscheiden, sollten Sie daher immer prüfen, wie viel Sie bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft für diese Vertragsoption zahlen müssten. Dabei kann Ihnen unserer Vergleichsrechner behilflich sein. Die Abfrage erfolgt natürlich völlig unverbindlich.

Im Unterschied zum Rabattschutz kostet der Rabattretter keinen Aufpreis. Der Rabattretter ist in einigen Tarifen als kostenlose Zusatzleistung automatisch enthalten. Das gilt vor allem für höherpreisige Komforttarife. Früher war der Rabattretter allerdings wesentlich verbreiteter als heute. Inzwischen findet man ihn seltener. Es gibt den Rabattretter bei manchen Versicherungsgesellschaften aber immer nach wie vor als kostenlose Zusatzleistung.

Fazit

Es gibt einige Unterschiede zwischen Rabattschutz und Rabattretter. Der Rabattschutz verhindert die Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse, nachdem der Kfz-Versicherung ein Schaden gemeldet wurde. Demgegenüber sorgt der Rabattretter lediglich dafür, dass die Versicherung nach einer Schadensmeldung im nächsten Jahr nicht teurer wird, die Sf-Klasse wird aber dennoch zurückgestuft. Dafür ist der Rabattretter aber kostenlos in manchen Versicherungsverträgen enthalten. Für den Rabattschutz muss der Versicherte hingegen immer einen Aufpreis zahlen.